Heimatkunde: Flucht – Migration – Integration in Brandenburg


Eine digitale Ausstellung zur Integration Geflüchteter und Migrant*innen im Land Brandenburg

„Ich wünsche mir, dass sie sagen: ‚Luckau wird unsere neue Heimat‘… Der Schlüssel für die Integration liegt in den Kommunen.“
Gerald Lehmann, Bürgermeister der Stadt Luckau

Die Integration von nach Deutschland Geflüchteten und Migrant*innen ist ein komplexer und nachhaltiger Prozess, der sich im Flächenland Brandenburg vornehmlich dezentral – in mittleren und kleinen Städten sowie in Dörfern – vollzieht. Anders als in der Metropolenregion Berlin verändern sich hier unmittelbar die lokalen Strukturen und Nachbarschaftskulturen. Aber was genau verändert sich wie? Welche Herausforderungen entstehen und welche Chancen eröffnen sich –  sowohl für die Geflüchteten und Migrant*innen als auch für die aufnehmenden Orte und ihre Bewohner*innen – vor dem Hintergrund des demografischen Wandels in den berlinfernen Regionen? Können sich aus Migration neue Perspektiven für die Entwicklung ländlicher Räume entwickeln?

Ein Projektteam des HBPG recherchierte dazu 2017 in verschiedenen brandenburgischen Kommunen und arbeitete dabei eng mit lokalen Politikern, zivilgesellschaftlichen Akteuren und Willkommens-Initiativen vor Ort zusammen. Entstanden ist eine Dokumentation aus Interviews, Fotos, Videos und Kurztexten, die zehn persönliche Geschichten von Geflüchteten wie auch eingesessenen Bewohnern erzählt. Von den Geflüchteten aus unterschiedlichen Ländern, die seit 2015 im Land Brandenburg Aufnahme fanden, ist zu erfahren: Wie geht es ihnen in Brandenburg, wie haben sie sich und wie wurden sie integriert? Und von Brandenburgern: Wie erleben sie die Zugewanderten im alltäglichen Zusammensein –  vielleicht auch mit aufkommenden Familienerinnerungen an eigenes Fremdsein nach Flucht und Vertreibung? Sechs historische Exkurse zur Migration in Brandenburg-Preußen ergänzen die Sicht auf die Gegenwart und die Zukunft einer europäischen Region, die schon seit Jahrhunderten wirtschaftlich, sozial und kulturell stets durch Zuwanderung und Zuwanderer entwickelt, verändert und geprägt wurde.

Die Dokumentation entstand in enger Zusammenarbeit mit drei geflüchteten jungen Männern aus Syrien, von denen einer auch hinter der Kamera stand. Somit ist „Heimatkunde“ auch ein qualifizierendes  Projekt, das aktiv zur Integration beigetragen hat.

Projektpartner und Förderer

Die digitale Ausstellung ist ein Projekt des Hauses der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte in Kooperation mit der Integrationsbeauftragten des Landes Brandenburg Dr. Doris Lemmermeier und der F.C. Flick Stiftung gegen Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und Intoleranz.

Das Projekt wurde gefördert vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg und der F.C. Flick Stiftung gegen Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und Intoleranz.
Mit freundlicher Unterstützung der Competence Center für Digitale Medien GmbH, Potsdam

www.heimatkunde-brandenburg.de

Die Dokumentation wird ab 1. März 2018 als digitale Ausstellung online präsentiert

Menschen unterschiedlicher Herkunft, die in Brandenburg leben, sagen was Heimat für sie bedeutet.

Wissenschaftliche Kuratorin