04.03.2010 - Einladung zur Pressevorbesichtigung der Sonderausstellung
„Eine europäische Odyssee. Königsberg – Oelsnitz/Erzgeb. – Potsdam – Stockholm – Kaliningrad“

Hanna Sjöberg, Berlin/ Dorothea Bjelfvenstam, Stockholm:

Eine biografische Kunstinstallation im Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte
Unter der Schirmherrschaft der schwedischen Botschafterin Ruth Jacoby
12. März bis 18. April 2010


Pressevorbesichtigung der Sonderausstellung

Termin
Donnerstag, 11. März 2010, um 11 Uhr

Ort
Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte (HBPG), Kutschstall, Am Neuen Markt in Potsdam, Obergeschoss



Dr. Kurt Winkler, Direktor des HBPG
Hanna Sjöberg, Künstlerin, Berlin
Dorothea Bjelfvenstam, Stockholm


Ablauf
Begrüßung
Einführung in die Ausstellung
Rundgang durch die Ausstellung
Gelegenheit für Nachfragen, Interviews, Fototermine


Die Ausstellung

Zeitgeschichte kann lebendig werden, wenn sie sich exemplarisch im individuellen und zeittypischen Lebensweg eines Menschen spiegelt. Das zeigt die international renommierte, in Berlin lebende schwedische Künstlerin Hanna Sjöberg mit ihrer dokumentarisch-künstlerischen Rauminstallation. Mit Texten und Privatfotos von Dorothea Bjelfvenstam gestaltet sie eine Biographie des 20. Jahrhunderts: „Anna“, das Kind aus Königsberg, wird 1944 in ein Kinderlandverschickungslager in Oelsnitz/Erzgebirge geschickt und erlebt dort das Kriegsende. Im Juli 1945 kommt sie nach Potsdam, verbringt hier ihre Jugendjahre, geht Anfang der 1950er Jahre nach Westberlin, und wandert schließlich nach Schweden aus. Nach Potsdam kehrt sie immer wieder zurück, in den 1980er Jahren auch auf Klassenfahrten mit schwedischen Schülern.

Eine einmalige und doch gewöhnliche europäische Lebensgeschichte vor dem Hintergrund von Krieg, Flucht, Diktatur und Migration.

Mehr Informationen zur Ausstellung


Eröffnung der Ausstellung
Do, 11. März 2010, 18 Uhr

Grußworte
Martin Gorholt, Staatssekretär im Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg, Dr. Doris Lemmermeier, Direktorin des Deutschen Kulturforums östliches Europa, Ruth Jacoby, schwedische Botschafterin in Deutschland (Grußwort wird verlesen)


Die Ausstellung entstand in Kooperation mit dem Deutschen Kulturforum östliches Europa.
Das Kulturforum wird gefördert vom Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages.

 
 
 

04.03.2010 - Pressemitteilung
Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte in Potsdam präsentiert Sonderausstellung „Heimat, süße Heimat“. Preußische Ansichten von Karl Oppermann. Malerei und Grafik

Vom 5. März bis 18. April präsentiert das Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte (HBPG) in Potsdam die Sonderausstellung „Heimat, süße Heimat“. Preußische Ansichten von Karl Oppermann. Malerei und Grafik. Anlass der Schau ist der 80. Geburtstag des Malers, der sich selbst als „Preuße aus Neigung und Preußengegner aus Enttäuschung“ bezeichnet.

Gezeigt werden ausgewählte preußische Ansichten des Künstlers, etwa 28 Gemälde und 20 Grafiken – aus dem Privatbesitz des Künstlers, als Leihgaben des Rundfunks Berlin-Brandenburg, der Stiftung Stadtmuseum Berlin, des Deutschen Instituts für Normung, des Museums Checkpoint Charlie und von privaten Leihgebern.

Geboren 1930 in Wernigerode im Harz fand Karl Oppermann nach dem Studium der Kunsterziehung und der freien Malerei in den 1950er Jahren seine künstlerische Heimat im Westteil Berlins. Dort gehörte er bald zu den bekannten bildenden Künstlern. Seine erste Personalausstellung hatte Oppermann 1959 in einer Berliner Galerie, weitere Ausstellungen im In- und Ausland folgten. Zwischen 1961 und seiner Berufung zum Professor für freie Malerei an der Berliner Hochschule der Künste 1971 lagen jene wichtigen Jahre, in denen sich Karl Oppermann mit der preußisch-deutschen Geschichte künstlerisch auseinander zu setzen begann, mitten im nun von der Mauer zerrissenen und noch immer vom Krieg gezeichneten Berlin.

Die Gegenwart der Ruinen des friderizianischen Berlins im Ostteil der Stadt und der Leerflächen des wilhelminischen Berlins vor seinem Atelierfenster am Bundesratufer inspirierten ihn ab 1963 zu Bildern voller Anspielungen auf die preußisch-deutsche Geschichte der alten Reichshauptstadt und auf die Realität der geteilten Nachkriegsstadt. Das Thema Preußen ließ Oppermann nicht los und zieht sich wie ein roter Faden durch verschiedene Werkphasen. Hinzu kamen ab 1968 Darstellungen der Berliner Mauer als monströses Zeugnis der Teilung Europas. Eines seiner letzten Berlin-Bilder aus diesem Themenkreis zeigt 1978 den Blick auf das Brandenburger Tor und den symbolisch mit einem großen Vorhang verhüllten Potsdamer Platz. Karl Oppermann verstand sich in diesen Jahren dennoch nicht als politischer Maler. Sein Realismus war stets an der Malerei selbst orientiert, seine Vorbilder waren ihm die Spanier, von Velasquez bis Picasso.

Trotz der politischen Entspannung in den 1970er Jahren schritt die Ablösung von seiner alten Heimat am Harz voran, und Karl Oppermann fand auf Elba unter südlicher Sonne eine neue Heimat. In den 1980er Jahren kam er künstlerisch auf die Berlin-Bilder zurück. Er malte und zeichnete nun eher im Stile der klassischen Moderne, seine Bildaussagen blieben dabei ambivalent. Das Brandenburger Tor und der Ostberliner Paradesoldat der NVA schlugen als neue Leitmotive den Bogen zu seinen früheren „Geschichtsbildern“, zum reitenden Friedrich und zu den Soldaten mit der Pickelhaube.

Mit dem Fall der Mauer und der unerwarteten Deutschen Einheit ist ihm seine Heimat plötzlich wieder nah. In seiner Geburtsstadt am Fuße des Harzes präsentierte der Kunstverein Wernigerode 1995 erstmals eine Personalausstellung. Auf Preußen kam Karl Oppermann noch einmal 2001 zurück, als im Berlin-Brandenburgischen „Preußenjahr“ – aus seiner Sicht – eine gnadenlose Historien-Verwurstung Stadt und Land heimsuchten. Nun geriet die Umsetzung der preußischen Geschichte in „Kulturevents“ in das kritische Visier des Künstlers.
Ironie der Geschichte: auch das Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte ging aus diesem Preußenjahr hervor.


Begleitveranstaltung zur Ausstellung am Di, 16.03.2010, 19 Uhr
Künstlergespräch
zwischen Prof. Dr. Dominik Bartmann, Stiftung Stadtmuseum Berlin, und Karl Oppermann
Beitrag: 3 Euro
Die Ausstellung ist bis 19 Uhr geöffnet.

Pressefotos zum download unter Pressefotos

Besucheradresse
Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte
Kutschstall, Am Neuen Markt 9, 14467 Potsdam

Öffnungszeiten
Dienstag bis Freitag 10 bis 17 Uhr, Samstag/Sonntag und an Feiertagen 10 bis 18 Uhr,
Montag geschlossen

Eintrittspreise
vom 05.03. bis 12.03.2010: 2 Euro
Einzelticket: 3 Euro/ erm. 2 Euro, freitags 2 Euro, Schüler 2 Euro
Sonderpreise für Gruppen, Familien und Schulklassen
Kinder bis 6 Jahre freier Eintritt

Informationen
Tel: 0331/62085-50
E-Mail: info@hbpg.de

 
 
 

25.02.2010 - Einladung zur Pressevorbesichtigung der Sonderausstellung
„Heimat, süße Heimat“. Preußische Ansichten von Karl Oppermann. Malerei und Grafik

Eine Ausstellung des Hauses der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte
5. März bis 18. April 2010

Pressevorbesichtigung der Sonderausstellung

Termin
Donnerstag, 4. März 2010, um 11 Uhr

Ort
Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte (HBPG), Kutschstall, Am Neuen Markt in Potsdam, Obergeschoss

Dr. Kurt Winkler, Direktor des HBPG
und Karl Oppermann, Maler und Grafiker

Ablauf
Begrüßung
Einführung in die Ausstellung
Rundgang durch die Ausstellung
Gelegenheit für Nachfragen, Interviews, Fototermine

Die Ausstellung
Die Ausstellung aus Anlass des 80. Geburtstages des Malers Karl Oppermann präsentiert 28 Gemälde und 20 Grafiken aus dem Privatbesitz des Künstlers, als Leihgaben des Rundfunks Berlin-Brandenburg, der Stiftung Stadtmuseum Berlin, des Deutschen Instituts für Normung, des Museums Checkpoint Charlie und von privaten Leihgebern. Der „Preuße aus Neigung und Preußengegner aus Enttäuschung“ wurde 1930 in Wernigerode geboren, fand nach dem Studium der Kunsterziehung und der freien Malerei seine künstlerische Heimat im Westteil Berlins und gehörte dort bald zu den bekannten bildenden Künstlern. Nach 1961 begann seine künstlerische Auseinandersetzung mit der preußisch-deutschen Geschichte. Die zerrissene Stadt inspirierte ihn ab 1968 auch zu Darstellungen der Berliner Mauer. Seine neueren Berlin-Bilder der siebziger Jahre schlugen wieder den Bogen zu seinen früheren „Geschichtsbildern“, zum reitenden Friedrich und zum Soldaten mit der Pickelhaube.
Auf Preußen kam Karl Oppermann noch einmal 2001 im Berlin-Brandenburgischen „Preußenjahr“ zurück, um die aus seiner Sicht gnadenlose Historien-Verwurstung preußischer Geschichte in „Kulturevents“ kritisch ins Visier zu nehmen. Ironie der Geschichte: auch das Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte ging aus diesem Preußenjahr hervor.

Eröffnung der Ausstellung:
Do, 4. März 2010, 18 Uhr

Grußworte
Dr. Martina Münch, Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg, Dr. Iris Jana Magdowski, Beigeordnete für Bildung, Kultur und Sport der Landeshauptstadt Potsdam, Dagmar Reim, Intendantin des Rundfunks Berlin-Brandenburg

 
 
 
 
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