Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte in Potsdam präsentiert Sonderausstellung „Sperlzeug – Erlebte Skulpturen und Objekte“


Vom 20. November 2009 bis 31. Januar 2010 ist im Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte (HBPG) in Potsdam der Künstler und Galerist Rainer Sperl mit seiner Präsentation „Sperlzeug – Erlebte Skulpturen und Objekte“ zu Gast.

Das Jubiläumsjahr zum 20. Jahrestag der friedlichen Revolution in der DDR und des Mauerfalls geht zu Ende, das nächste – 20 Jahre Deutsche Einheit – steht vor der Tür. Den Auftakt dazu gibt das HBPG bereits jetzt: mit einer humorvollen, ironischen Rückschau auf 20 Jahre deutsche Einheit und 60 Jahre Deutschland – Ost wie West.
Denn Lachen hat etwas Befreiendes, findet der Potsdamer Künstler Rainer Sperl, dem nichts ferner liegt als Künstlerpathos, und nichts lieber ist, als die skurrilen Seiten der Menschen und der Welt um ihn herum zu beobachten und in satirisch-grotesken Figuren einzufangen.
Auch wenn er es allemal könnte – im 60. Jahr seines eigenen Lebens will er kein so genanntes Lebenswerk präsentieren, sondern ausschließlich neue Kunstwerke aus seiner „Humorwerkstatt“ zeigen, mit denen er deutsch-deutsche Geschichte auf seine Art kommentiert.
Die Inspirationen dazu findet Sperl, außer in Politik und Alltag, im Trödel, den andere wegwerfen. Sperl sammelt ausgiebig und arrangiert daraus in Kombination mit Werkstoffen und gebranntem Ton Kunstwerke, die beides zugleich sind, grotesk und poetisch.
„Das Geheimnis der Wirkung der Arbeiten von Rainer Sperl ist der unprätentiöse... Humor, der trotz seiner hintergründigen und nicht selten makabren Bosheit... auf hyperintellektuelle Spitzfindigkeiten verzichtet. Seine Plastiken sind trotz ihrer oft grotesken Art voller Menschenliebe.“ (Ralf Schleiff, Kulturjournalist, 1996)

Rainer Sperl, geboren 1949 bei Chemnitz in Sachsen, studierte nach einer Tischlerlehre an der Fachschule für Angewandte Kunst in Heiligendamm, war Filmarchitekt im DEFA Studio für Spielfilme und 1978 Mitbegründer des Potsdamer Kabaretts am Obelisk, dort verantwortlich für Ausstattung, Bühne, Kostüm und Programmheft. Seit 1986 arbeitet er als freiberuflicher Künstler, und seit 1989 auch als Galerist. Seit 1988 ist er im In- und Ausland mit Personalausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen präsent.

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog (Herausgegeben von Rainer Sperl, mit erläuternden Texten von Andreas Hüneke und Fotos von Holger Vonderlind, Landbeck-Verlag Berlin, 80 S., ISBN 978-3-9811375-7-6). Er ist im Museumsshop des Kutschstalls zum Preis von 14 Euro erhältlich.


Ausstellungsführung mit Rainer Sperl am Samstag, 28. November, um 15 Uhr
Beitrag: 5,50 Euro

Pressefotos zum download unter Pressefotos

Besucheradresse
Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte, Kutschstall, Am Neuen Markt 9, 14467 Potsdam

Öffnungszeiten
Dienstag bis Freitag 10 bis 17 Uhr, Samstag/Sonntag und an Feiertagen 10 bis 18 Uhr, Montag geschlossen
Heiligabend geschlossen, Silvester 10–16 Uhr

Eintrittspreise
Einzelticket: 2,50 Euro (bis 26.11.), danach 4 Euro/erm. 2,50 Euro (Kombiticket mit „Museum der Wünsche“)
freitags 2,50 Euro
Sonderpreise für Gruppen, Familien und Schulklassen, Kinder bis 6 Jahre freier Eintritt

Informationen und Führungsanmeldung
Tel: 0331/62085-50, E-Mail: info@hbpg.de


 
 
 
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