Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte zeigt Sonderausstellung „Oberschlesien im Objektiv“ mit historischen und aktuellen Fotografien aus Oberschlesien


Vom 8. Februar bis 6. April zeigen das Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte (HBPG) und das Deutsche Kulturforum östliches Europa die Sonderausstellung „Oberschlesien im Objektiv“. Vorgestellt werden historische Fotografien aus dem Muzeum w Gliwicach (Gleiwitz) und dem Schlesischen Museum zu Görlitz – erweitert mit aktuellen Aufnahmen von der Berliner Initiative europareportage.
Die Aufnahmen entstanden in großen zeitlichen Abständen, doch beide Male – in den Jahrzehnten um 1900 ebenso wie zu Beginn des 21. Jahrhunderts – waren die Fotografen konfrontiert mit der Realität eines dramatischen gesellschaftlichen Wandels. In ihrer Gesamtheit führen die Fotografien den Besuchern eine illustrierte Geschichte Oberschlesiens vor Augen.

Eine ungewöhnliche, sehr wirkungsvolle Präsentation historischer Aufnahmen unter dem Titel „Oberschlesien im Objektiv“ entstand in Zusammenarbeit des Museums in Gliwice/ Gleiwitz und des Schlesischen Museums zu Görlitz. In neun leuchtenden Bildserien gelangen rund 110 Fotografien aus den 1860er bis 1930er Jahren zu neuer Ausstrahlung. Sie stammen überwiegend dem reichen Gleiwitzer Bestand historischer Aufnahmen und wurden um einige Fotografien aus der Sammlung des Schlesischen Museums zu Görlitz ergänzt. In einer Wanderausstellung wurden sie erstmals im Sommer 2007 sehr erfolgreich einem breiten Publikum in Polen und Deutschland vorgestellt.
Die Fotografien zeigen ein Land und seine Menschen inmitten wirtschaftlicher, politischer und kultureller Veränderungen und lassen zugleich die rasanten technischen und künstlerischen Innovationen in der Fotografie zu Beginn des 20. Jahrhunderts erkennen. Zu sehen sind faszinierende Atelieraufnahmen Wilhelm von Blandowskis aus den 1860er Jahren, eine einzigartige fotografische Dokumentation oberschlesischer Industrieanlagen vom Anfang des 20. Jahrhunderts und frühe Zeugnisse des Bildjournalismus u. a. von Max Steckel.
Neben dem Alltag der Industriegesellschaft hielten Fotografen aber auch die untergehende Welt der alten Festbräuche, Trachten und dörflichen Lebensformen im Bild fest. Diese Motive finden sich häufig bei Karl Franz Klose, einem der bekanntesten schlesischen Fotografen der 1930er Jahre, dessen Nachlass das Schlesische Museum zu Görlitz bewahrt.
Kuratoren dieser Ausstellung sind Dr. Martina Pietsch (Schlesisches Museum zu Görlitz) und Damian Recław (Muzeum w Gliwicach), die Gestaltung übernahm id3d-Berlin.

Einen Zeitsprung in das Jahr 2005 unternehmen die fotografischen Zeugnisse von „Begegnungen im Oberschlesischen Industriegebiet“. Die Berliner Initiative europareportage der Fotografen Anke Illing und Thomas Voßbeck spürte den Veränderungen im oberschlesischen Industrierevier seit dem Ende der Volksrepublik und Polens Beitritt in die EU nach.
Ihre Fotoreportage stellt biografische Momentaufnahmen neben Fotografien der Industrie-, Wohn- und Landschaftsarchitektur, die vom tiefgreifenden Umstrukturierungsprozess zeugen.
Das Projekt wurde in Kooperation mit dem Haus der Deutsch-Polnischen Zusammenarbeit in Gliwice/ Gleiwitz und dem Oberschlesischen Landesmuseum Ratingen durchgeführt. Als Übersetzer wirkte Dawid Smolorz mit. Sie wurde als Wanderausstellung bereits in der Galerie „Szyb Wilson“ („Wilson-Schacht“) in Katowice/ Kattowitz und im Oberschlesischen Landesmuseum in Ratingen-Hösel gezeigt.

Eine breit angelegte Veranstaltungsreihe „Oberschlesien im Visier“ mit Vorträgen, Filmen, Lesungen und einer abschließenden Podiumsdiskussion wird die Ausstellung begleiten. Veranstalter sind das HBPG gemeinsam mit dem Deutschen Kulturforum östliches Europa, dem Filmmuseum Potsdam und dem Kulturreferenten für Schlesien am Schlesischen Museum zu Görlitz. Partner der Reihe sind außerdem die Polnische Nationalfilmothek, das Polnische Institut Berlin, die Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit und die Woiwodschaft Schlesien.

Die Kataloge „Oberschlesien im Objektiv“ und „Begegnungen im Oberschlesischen Industriegebiet“ sind im Museumsshop des Kutschstalls zum Preis von 12 € bzw. 5 € erhältlich.

Pressefotos

Besucheradresse:
Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte
Kutschstall Am Neuen Markt 9, 14467 Potsdam

Öffnungszeiten:
Dienstag bis Freitag 10-17 Uhr
Samstag/ Sonntag 10-18 Uhr
Montag geschlossen

Eintritt:
Einzelticket 3 Euro/ erm. 2 Euro
Sonderpreise für Gruppen, Familien und Schulklassen
Kinder bis 6 Jahre frei

Informationen:
Tel: 0331/62085-50
www.hbpg.de
www.kulturforum.info

 
 
 
Zum seitenanfang
 
 
Sponsor
Sponsor
Sponsor
Sponsor
© 2012 Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte | Realisiert durch die ARTEMiSiUM GmbH & Co. KG