Sonderausstellungen und neue Mittelalterobjekte im Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte im Potsdamer Kutschstall über Weihnachten und zum Jahreswechsel zu ermäßigten Eintrittspreisen zu besichtigen
Auch über Weihnachten und den Jahreswechsel 2009 sind Besucher im Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte (HBPG) im Kutschstall Am Neuen Markt in Potsdam herzlich willkommen. Sowohl an den Weihnachtsfeiertagen als auch zu Silvester und am Neujahrstag bietet das Haus ermäßigten Eintritt in alle aktuellen Ausstellungen.
Die Feiertags-Öffnungszeiten bieten noch einmal Gelegenheit, mit den „Erlebten Skulpturen und Objekten“ des Potsdamer Künstlers Rainer Sperl eine humorvolle, ironische Rückschau auf 20 Jahre deutsche Einheit und 60 Jahre Deutschland – Ost wie West – zu unternehmen.
Auf eine ganz andere Art blickt die Sonderausstellung „Museum der Wünsche. Jugenderfahrungen 1989/90 – Private Utopien der friedlichen Revolution“ zurück, die Studierende der Universität Potsdam erarbeitet haben. Sie befragten Zeitzeugen der bewegten Monate zwischen dem Mauerfall am 9. November 1989 und der ersten und einzigen freien Volkskammerwahl in der DDR am 18. März 1990 nach ihren Wünschen und Erwartungen damals und stellten eine sehr individuelle historische Rückschau zusammen.
Ein Besuch lohnt auch die ständige Ausstellung „Land und Leute. Geschichten aus Brandenburg-Preußen“. Erst seit kurzem sind dort in der Abteilung Mittelalter/Frühe Neuzeit einige neue Ausstellungsobjekte zu sehen. Besonders wertvoll sind eine Heiligenbüste (um 1450) aus Grießen, Kirchenkreis Cottbus (nördlich vom ehemaligen Horno) mit einer spannenden Geschichte von Unterschlagung, Auftauchen im Kunsthandel und Rückführung in die Gemeinde, sowie ein Altarflügel (um 1450) aus Dölzig, Kreis Königsberg/N.M. (heute Dolzko/Polen) als Leihgabe der Stiftung Stadtmuseum Berlin.
Beide Stücke konnten mit Mitteln des HBPG restauriert werden und haben nun ihren Platz im Kutschstall gefunden.
Der Kutschstall hat am 25. und 26. Dezember sowie am 1. Januar von 10 bis 18 Uhr, und am 31. Dezember von 10 bis 16 Uhr geöffnet, Heiligabend ist geschlossen.
Das Haus mit seinen Ausstellungsräumen ist rollstuhlgerecht ausgestattet.
Infotelefon: 0331/62085-50