Buchdruck in der Reformation. Luthers Freiheitstraktat – Druckgeschichte und Verbreitung

12.10.2017 , 17:30 Uhr Vortrag / Gespräch Reformation HBPG

Ort: HBPG , Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte, Kutschstall, Am Neuen Markt 9, 14467 Potsdam | Infotelefon: 0331.62085-50

Thematische Ausstellungsführung mit der Kuratorin Dr. Ruth Slenczka im Rahmen der Ausstellung „Reformation und Freiheit. Luther und die Folgen für Preußen und Brandenburg“

„Von der Freiheit eines Christenmenschen“ war die letzte der drei reformatorischen Hauptschriften, die Martin Luther 1520 verfasste. Sie wurde die erfolgreichste und zum Bestseller des 16. Jahrhunderts. Kein Buch erreichte eine größere Verbreitung. Der Umbruch in der Drucktechnik, ein rasant wachsendes Verlagswesen, aber auch die Öffnung des Buchmarkts weit über eine universitär geschulte Leserschaft hinaus spielten dabei eine große Rolle. Anhand der zahlreichen ausgestellten Exponate von Luthers Freiheitsschrift geht es um die Rolle des Buchdrucks in der Reformation: Wie wurde gedruckt? Wer druckte? Wo lagen die Druckzentren für reformatorische Schriften? Wer kaufte? Wer verdiente an den Büchern? Wer las – wer konnte lesen? Und welche Rolle spielte Luther bei der Verbreitung seiner Schriften? Wie nutzte er die neuen medialen Möglichkeiten seiner Zeit?

Zu sehen ist beispielsweise ein erst 2015 entdecktes Exemplar der Freiheitsschrift aus einer Humanistenbibliothek im Elsass, das Luther für den Nachdruck in Basel (!) mit ca. 50 Korrekturen in roter Tinte versah – ein Sensationsfund.

Eine gemeinsame Veranstaltung der Brandenburgischen Gesellschaft für Kultur und Geschichte gGmbH/Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte und der Volkshochschule Potsdam

Dauer: 90 Minuten
Eintritt: 9 Euro (Bezahlung vor Ort)
Reservierung: Volkshochschule Potsdam, Tel: 0331 289-4566, www.potsdam-vhs.de