Intermezzo – Der Kutschpferdestall 1790–2020


Eine Präsentation zur Geschichte des Kutschpferdestalls und zum Innovationskonzept des Hauses der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte

21. September 2018 bis April 2019

Der ehemalige Königliche Kutschpferdestall ist eine zentrale Komponente des Neuen Markts und der einzige in Außen- und Innenbau authentisch erhaltene Teil des barocken Stadtschloss-Ensembles in Potsdams historischer Mitte. In dem 1790 fertiggestellten Bau waren ungefähr 100 Pferde untergebracht; von hier aus fuhren die Kutschen der Hofhaltung ins Land. Seit 2003 „bespielt“ das Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte das Gebäude mit Ausstellungen und Veranstaltungen zur Geschichte Brandenburg-Preußens und zur Zeitgeschichte des Landes.

Nach dem Abbau der ständigen Brandenburg-Preußen-Ausstellung im August 2018 und vor der für Mitte 2019 geplanten großen Fontane-Ausstellung nutzt das HBPG das historische Gewölbe für eine Zwischenpräsentation zur Geschichte und Zukunft des Ortes.

Die Ausstellung wirft zunächst einen Blick zurück auf die wechselhafte Geschichte des Gebäudes und seine zum Teil kuriosen Nutzungen unter anderem als Obst- und Gemüsemarkt, als Tennishalle, Möbellager oder Autowerkstatt. Erinnert wird auch an die vielfältigen Ausstellungen und Veranstaltungen, die das HBPG dort in den letzten 15 Jahren mit großem Erfolg konzipiert und realisiert hat.

Der zweite Teil der Ausstellung blickt nach vorn und präsentiert die Planungen und Visionen für die Zukunft des HBPG. Herzstück der Neukonzeption ist die künftige „Brandenburg.Ausstellung“, ein Rundgang durch die Kultur- und Geschichtslandschaft Brandenburg. Neben klassischen Museumsexponaten erwarten die Besucher dort digitale Medien und interaktive Angebote. Eröffnet werden soll sie im Oktober 2020, pünktlich zum 30. Jubiläum des wiederbegründeten Landes Brandenburg. Die neue Ausstellungskonzeption knüpft an den besonderen baugeschichtlichen und städtebaulichen Rang des Kutschpferdestalls an. Als authentischer Ort mit einer besonderen Atmosphäre ist er ideal dafür geeignet, die brandenburgisch-preußische Landesgeschichte zu präsentieren und attraktive Angebote kultureller Bildung für alle Altersgruppen bereitzuhalten.

Die künftige „Brandenburg.Ausstellung“ mit den dazugehörigen Informationsangeboten soll zum „Schaufenster“ des Landes und zum Wegweiser zu den markantesten Orten der Landesgeschichte werden. Einheimische und Gäste sollen in der Ausstellung der faszinierenden Geschichte Brandenburg-Preußens begegnen und Lust bekommen, die originalen historischen Schauplätze in Potsdam und Brandenburg zu erkunden.

Die Schau wird Leitfragen regionaler Identität aufwerfen: Welche Rolle spielten Adel, Militär und Stadtbürgertum für die Entwicklung des Landes? Wie prägte die Zuwanderung in den letzten Jahrhunderten das Zusammenleben? Wie wandelte sich das Verhältnis zu Berlin? Welchen Blick warf Fontane auf das Land, und wie schauen junge Brandenburgerinnen und Brandenburger heute auf ihre Heimat? Die neue Überblickspräsentation integriert die Ergebnisse der Themenjahre von Kulturland Brandenburg und lädt Kultur- und Bildungseinrichtungen, besonders aber die Besucher zur Mitgestaltung, Vertiefung und Aktualisierung ein.

Schon in der Planungsphase wird Partizipation großgeschrieben: Die Besucher der Präsentation sind eingeladen, Ideen, Wünsche und Anregungen einzubringen, die sie in der künftigen Überblickspräsentation gern wiederfinden würden. Und auch die Frage nach dem „richtigen“ Namen des Gebäudes – „Kutschstall oder Kutschpferdestall“ – stellen die Ausstellungsmacher zur Diskussion.

Öffnungszeiten

Dienstag bis Donnerstag 10–17 Uhr
Freitag bis Sonntag
und an Feiertagen 10–18 Uhr
Montag geschlossen

Eintritt

frei