Pressemeldung des HBPG

Presseeinladung zur Pressevorbesichtigung der Werkstatt-Ausstellung "Fundstücke aus Brandenburg – zwei Ausstellungen aus dem Jahr 1989"

28.03.2019

Donnerstag, 11.04.2019, um 11 Uhr, im HBPG, Potsdam

Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte zeigt Werkstatt-Ausstellung "Fundstücke aus Brandenburg – zwei Ausstellungen aus dem Jahr 1989"
12. April bis 23. Juni 2019

Einladung zur Pressevorbesichtigung am Donnerstag, 11.04.2019, um 11 Uhr

Aus Anlass des dreißigjährigen Jubiläums des Revolutionsjahres 1989 zeigt das Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte (HBPG) vom 12. April bis 23. Juni 2019 die Werkstatt-Ausstellung Fundstücke aus Brandenburg – zwei Ausstellungen aus dem Jahr 1989.
Sie wird am Donnerstag, 11. April 2019, um 18.00 Uhr, eröffnet. Der Eintritt zur Ausstellung und zur Eröffnung ist frei.

Zur Pressevorbesichtigung der Ausstellung sind Medienvertreter herzlich eingeladen.
Es begrüßen Sie:
Dr. Kurt Winkler, Direktor des HBPG;
Thomas Wernicke, wissenschaftlicher Ausstellungsleiter des HBPG;
Michael Heinroth und Michael Zajonz , Protagonisten der Potsdamer Ausstellung
Termin: Donnerstag, 11. April 2019, 11:00 Uhr
Ort: Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte (Ausstellungshalle im OG)
Kutschstall, Am Neuen Markt 9, 14467 Potsdam

Die Werkstatt-Ausstellung stellt zwei zeitgeschichtliche Zeugnisse einander gegenüber, die aus ganz unterschiedlichen politischen Perspektiven Momentaufnahmen vom letzten Jahr der DDR vermitteln:

In privater Hand hat sich die kleine Ausstellung Suchet der Stadt Bestes erhalten. Ausgerichtet abseits der staatlichen DDR-Institutionen von einem Kreis mutiger Potsdamer Bürger um Michael Heinroth und Michael Zajonz, trug sie deren Protest gegen die dramatische Zerstörung der Potsdamer Altstadt in die Öffentlichkeit. Die Potsdamer Nikolaikirche gab dafür den Raum, und etwa 10.000 Besucher kamen. Die Ausstellung wurde zum Signal für die Rettung eines der wertvollsten europäischen Flächendenkmale und nach der „Friedlichen Revolution“ zum Ausgangspunkt für eine neue, behutsame Stadtsanierung in Potsdam. Nun ist sie nach 30 Jahren erstmals wieder in Potsdam zu sehen.

2016 stolperten HBPG-Mitarbeiter in einem Museumsdepot im Oderbruch über verstaubte Holztafeln aus den 1980er Jahren mit Berlin-Fotos und russischer Beschriftung. Ein Fund, dem fast kriminalistische Recherchen bis hinein in Moskauer Archive folgten, und die zutage brachten: Hier lagen Überreste der letzten und vermutlich größten SED-Propaganda-Leistungsschau 40 Jahre DDR-Hauptstadt Berlin, ausgerichtet im Juni 1989 auf dem Gelände der Allunions-Ausstellung in Moskau. Die messeartige Ausstellung hatte durchaus Kalkül: Vor dem Hintergrund der von Auflösungserscheinungen und Mangelwirtschaft geprägten sowjetischen Gesellschaft inszenierte die reformfeindliche SED-Führung hier ihre „erfolgreiche Einheit von Wirtschafts- und Sozialpolitik“ als Seitenhieb auf Gorbatschows Politik von Glasnost und Perestroika. Von ihr haben sich nur diese wenigen Tafeln erhalten und werden als Zeitdokument präsentiert.

Drei Veranstaltungen begleiten die Werkstatt-Ausstellung:

Mi., 15. Mai 2019 | 18:00 Uhr
Vortrag
„Wiedergefunden: Die letzte SED-Ausstellung in Moskau 1989“

Thomas Wernicke, wissenschaftlicher Ausstellungsleiter des HBPG
Eintritt: 3 €

So., 19. Mai 2019
Internationaler Museumstag
14:00 Uhr | 15:00 Uhr | 16:00 Uhr
öffentliche Ausstellungsführungen
„Hinter den Kulissen der Ausstellung „Fundstücke aus Brandenburg“

Thomas Wernicke, HBPG
Eintritt: frei

Mi., 29. Mai 2019 | 18:00 Uhr
Podiumsgespräch
„Die bürgerschaftliche Ausstellung ‚Suchet der Stadt Bestes‘ von 1989“

Michael Heinroth und Michael Zajonz im Gespräch mit Thomas Wernicke, HBPG
Eintritt: 3 €

Pressefotos zur Ausstellung unter: https://www.hbpg.de/presse/pressefotos.html


"Fundstücke aus Brandenburg – zwei Ausstellungen aus dem Jahr 1989"
Eine Werkstatt-Ausstellung des Hauses der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte
12. April bis 23. Juni 2019

Besucheradresse
Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte
Kutschstall, Am Neuen Markt 9, 14467 Potsdam
Das Haus ist rollstuhlgerecht ausgestattet.

Eintritt: frei

Öffnungszeiten
Di bis Do 10–17 Uhr | Fr bis So und an Feiertagen 10–18 Uhr

Kasse und Informationen
Tel.: 0331 62085-50 | kasse[at]gesellschaft-kultur-geschichte.de