Pressemeldung des HBPG

Einladung zur Pressevorbesichtigung und zur Vorstellung des Rahmenprogramms und des Begleitbuches

14.05.2019

Donnerstag, 6. Juni 2019, 11 Uhr, im HBPG, Potsdam

Das Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte zeigt die große Ausstellung "fontane.200/Brandenburg - Bilder und Geschichten" | Laufzeit: 07.06.- 30.12.2019

Die Ausstellung im Kutschstall folgt dem berühmten Reisenden in märkische Landschaften und Orte und blickt ihm beim Schreiben der Wanderungen durch die Mark Brandenburg über die Schulter.

Einladung zur Pressevorbesichtigung und zur Vorstellung des Rahmenprogramms und des Begleitbuches

Termin: Donnerstag, 6. Juni 2019, 11 Uhr
Adresse: Kutschstall, Am Neuen Markt 9, 14467 Potsdam
Ablauf
Im Konferenzsaal (OG) begrüßen Sie:
Dr. Kurt Winkler, Direktor des HBPG / Geschäftsführer der Brandenburgischen Gesellschaft für Kultur und Geschichte
Brigitte-Faber Schmidt, Geschäftsführerin von Kulturland Brandenburg / Brandenburgische Gesellschaft für Kultur und Geschichte
Dr. Christiane Barz, Kuratorin der Ausstellung

Ihre Fragen zum Begleitbuch und zum hochkarätigen literarischen Rahmenprogramm beantworten außerdem André Förster vom Verlag Berlin-Brandenburg und Annette Rupp, Gründungsbeauftragte Kulturstiftung Schloss Wiepersdorf.

Ausstellungshalle (EG)
Die Kuratorin Dr. Christiane Barz führt Sie durch die Ausstellung.
Aus Anlass des 200. Geburtstags von Theodor Fontane (1819–1898) wirft die Ausstellung »fontane.200/Brandenburg – Bilder und Geschichten« des HBPG ein neues Licht auf seine Wanderungen durch die Mark Brandenburg. Sie sind allseits bekannt, aber wohl nur wenige haben alle Bände gelesen. Trotz des eingängigen Titels sind die Wanderungen kein Reisebericht und schon gar kein Reiseführer. Sie sind vielmehr ein imaginärer Spaziergang durch märkische Landschaften, Familiengeschichten und Anekdoten, Ortschroniken und Sagen, die Brandenburg als Geschichtsraum erstehen lassen. Diese Poetisierung Brandenburgs als Kulturlandschaft war so durchschlagend erfolgreich, dass sie bis heute die Wahrnehmung des Landes prägt, und dies auch bei Menschen, die nie einen Satz von Fontane gelesen haben.  

Mit über 200 zum Teil noch nie öffentlich gezeigten Exponaten macht die Ausstellung Fontanes „Bilder und Geschichten“ anschaulich und gibt einen Einblick in seine Arbeitsweise. Die Besucher erfahren, wie der Autor reiste, wie er sich auf seine Fahrten vorbereitete, mit wem er sprach, wer ihn begleitete, was er gesehen und gelesen hat. Im Eingangsbereich der Schau ist mit den einzig erhaltenen Gegenständen aus Fontanes persönlichem Besitz sein Arbeitszimmer nachgestellt. Von dort geht der Blick über einen inszenierten „Schreibtisch“ durch die historische Gewölbehalle des Hauses der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte. Hier illustrieren Textentwürfe, Überarbeitungen und Sammelmappen die Arbeitsweise Fontanes. Vier Jahrzehnte lang hat er an seinen Wanderungen gearbeitet: sie aktualisiert, umstrukturiert, gekürzt und vor allem ständig erweitert. Eindrucksvolle Zeugnisse dafür sind seine Notizbücher und Manuskripte, in denen er Papier mit unterschiedlichen Schreibgeräten oft kreuz und quer beschrieb, ausschnitt, beklebte und Zeichnungen einfügte.  

Rund um den „Schreibtisch“ führt ein Parcours zu 17 ausgewählten Orten der Wanderungen, von denen Fontane Bilder und Geschichten festhielt: Küstrin und Wust mit der „Katte-Tragödie“, die Dahme, das Dosse-Bruch, Kunersdorf mit Frau von Friedland, Radensleben, Steinhöfel, Etzin, Werder, Möglin mit Albrecht Daniel Thaer, die Müggelberge, Freienwalde mit Caspar von Uchtenhagen, Walchow, Werneuchen, Garz, Friedersdorf und die Familie von der Marwitz sowie Gröben/Siethen mit seinem einzigartigen Kirchenbuch. Die Ausstellung lässt die Besucher dabei zusehen, wie Fontane ein Bild von Brandenburg zusammensetzt, das noch heute lebendig ist. Und sie macht Lust auf die Lektüre der Wanderungen.

Das Begleitbuch zur Ausstellung bietet Beiträge von Literaturwissenschaftlern, Historikern und Kunsthistorikern, Theologen, Medizinern und Schriftstellern.
fontane.200/Brandenburg – Bilder und Geschichten
Herausgegeben von Christiane Barz im Auftrag des Hauses der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte, vbb verlag für berlin-brandenburg, 200 Seiten, 150 Abbildungen, Broschur, Format: 22 × 27 cm, ISBN 978-3-947215-53-9, 28 €.

Für das Rahmenprogramm konnten renommierte Schriftsteller und Literaturkritiker gewonnen werden. So sind in der Reihe SCHLOSS WIEPERSDORF TRIFFT FONTANE Thomas Hettche und Jens Bisky (18. September 2019, 19 Uhr), Martin Mosebach und Denis Scheck (25. September 2019, 19 Uhr) und Antje Rávik Strubel und Tilman Krause (30. Oktober 2019, 19 Uhr) zu Literaturgesprächen im HBPG zu Gast.
Weitere Veranstaltungen widmen sich u. a. wichtigen Frauenfiguren in Fontanes Leben und Werk, brandenburgischen Adelshäusern damals und heute, Fontanes Notizbüchern und Fontane in Literatur und Film in Ost und West. Eine Premiere wird der „Havel Slam meets Fontane“.
Ausführliche Programminformationen bietet der Veranstaltungskalender des HBPG.

Vermittlungsangebote für Erwachsene, Familien und Schulklassen

  • Öffentliche Überblicksführungen zu festen Terminen
  • Gruppenführungen zum Wunschtermin
  • Fontane-Quizheft für Kinder ab 5 Jahre
  • Überblicksführung und geführte Erkundungen für Schulklassen der Primar- und Sekundarstufe

 Die Ausstellungseröffnung findet am Donnerstag, 6. Juni 2019 um 18.00 Uhr, statt.

Pressebilder zum Download »

fontane.200/Brandenburg – Bilder und Geschichten
Eine Ausstellung der BKG/HBPG im Rahmen des Jubiläumsprogramms "fontane.200" des Landes Brandenburg

Förderer der Ausstellung
Kulturstiftung der Länder | Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg | Rudolf-August Oetker-Stiftung | Friede Springer Stiftung | Stiftung Preußische Seehandlung | Freunde des Hauses der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte e. V.
Die Ausstellung ist ein Projekt im Rahmen des Themenjahres Kulturland Brandenburg 2019 “fontane.200/Spuren“.
Kulturland Brandenburg 2019 wird gefördert durch das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur sowie das Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung des Landes Brandenburg
Mit freundlicher Unterstützung der brandenburgischen Sparkassen und der Investitionsbank des Landes Brandenburg.

Besucheradresse
Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte
Kutschstall, Am Neuen Markt 9, 14467 Potsdam
Das Haus ist rollstuhlgerecht ausgestattet.

Eintritt
Einzelticket: 7 €, erm. 5 € | Kombikarte mit der Ausstellung „fontane.200/Autor“ in Neuruppin: 12 €, erm. 8 €
Öffnungszeiten
Di bis Do 10–17 Uhr | Fr bis So und an Feiertagen 10–18 Uhr
Kasse und Informationen Tel.: 0331 62085-50