Pressemeldung des HBPG

Ein Tag in Potsdam – Geschichte erleben. Auf den Spuren der Migranten in der brandenburgisch-preußischen Geschichte

11.09.2018

Brandenburgische Kulturministerin gab heute im Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte den Startschuss für das neue Schülerprogramm

„Auf den Spuren der Migranten in der brandenburgisch-preußischen Geschichte“ – so heißt das neue Programm des außerschulischen Bildungsangebotes „Ein Tag in Potsdam – Geschichte erleben“.

Zum offiziellen Start des Programms im Schuljahr 2018/19 wurde heute zwei vierten Klassen der Astrid-Lindgren-Grundschule (Schwedt/Oder) im Potsdamer Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte (HBPG) ein besonderer Empfang bereitet. Sie wurden begrüßt von Dr. Martina Münch, Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg, sowie von Friedrich-Wilhelm von Rauch, Geschäftsführer der Ostdeutschen Sparkassenstiftung, Dr. Jürgen Luh, Direktor des Research Center Sanssouci für Wissen und Gesellschaft in der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg (SPSG) und Dr. Kurt Winkler, Geschäftsführer der Brandenburgischen Gesellschaft für Kultur und Geschichte gGmbH und Direktor des HBPG.

Das außerschulische Bildungsangebot „Ein Tag in Potsdam – Geschichte erleben“ gab seit 2006 etwa 70.000 Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, sich bei einem Projekttag in Potsdam zentrale Aspekte der brandenburgisch-preußischen Geschichte auf anschauliche und interaktive Weise zu erschließen. Es gilt mittlerweile als eines der erfolgreichsten Beispiele der Kooperation von Schulen und Museen in Deutschland.

Damit dieses Schüler-Bildungsprogramm bis zur Eröffnung der neuen „Brandenburg.Ausstellung“ im Oktober 2020 ohne Unterbrechung weiter gehen kann, hat das HBPG exklusiv dafür die neue Ausstellung „Auf den Spuren der Migranten in der brandenburgisch-preußischen Geschichte“ und ein gleichnamiges Tagesprogramm entwickelt. Es besteht aus einer interaktiven Führung durch die Ausstellung im HBPG, einer Stadtrallye durch die historische Mitte Potsdams und Führungen rund um die Weinbergterrassen und im Schloss Neue Kammern. Dabei lernen die Schüler, dass Migranten über Jahrhunderte dazu beitrugen, dem Land Brandenburg ein unverwechselbares Gesicht zu geben. Sie erfahren, warum die Menschen nach Brandenburg kamen, wie sie lebten und welche Spuren sie hinterlassen haben.
In der Mittagspause gibt es ein „Historisches Mittagsmahl“ in der Gewölbehalle des Kutschpferdestalls, das heute auch die versammelten Gastgeber probieren konnten.

Das außerschulische Bildungsangebot „Ein Tag in Potsdam – Geschichte erleben“ ist ein gemeinsames Projekt des HBPG, der SPSG und der Ostdeutschen Sparkassenstiftung.

Martina Münch, Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg:
„In der aktuellen Ausstellung wird sehr anschaulich und eindrücklich gezeigt, welche Spuren Zuwanderinnen und Zuwanderer in früheren Zeiten hinterlassen haben und wie sie unser Land bis heute prägen. Zugleich ist die Ausstellung ein Baustein zur Neuausrichtung der Brandenburgischen Gesellschaft für Kultur und Geschichte und des denkmalgeschützten Kutschstall-Ensembles in Potsdam.

Mit der Neuausrichtung sollen künftig weitere Zielgruppen angesprochen werden, partizipative und interaktive Elemente verstärkt und aktuelle Entwicklungen berücksichtigt werden – dafür steht die aktuelle Schüler-Ausstellung in besonderem Maße.“

Friedrich Wilhelm von Rauch, Geschäftsführer der Ostdeutschen Sparkassenstiftung: „Zu unserer großen Freude ist der ‚Tag in Potsdam‘ auch nach mehr als zwölf Jahren Projektlaufzeit ein Dauerbrenner. Sein Erfolg verdankt sich einem ideenreichen, sich weiter entwickelnden Konzept, das bei Schülerinnen und Schülern ankommt. Hervorzuheben ist zugleich das Engagement zahlreicher Lehrerinnen und Lehrer aus allen Teilen Brandenburgs, für die der Tag in der Landeshauptstadt seit Langem fester Bestandteil ihres Unterrichts ist.“

Dr. Heinz Buri, Marketingdirektor der SPSG: „‚Ein Tag in Potsdam‘ ist nicht nur das älteste und erfolgreichste kulturelle Bildungsprogramm des Landes, das Projekt zeigt auch beispielgebend, wie im Zusammenspiel der Akteure – des HBPG, der SPSG und der Ostdeutschen Sparkassenstiftung – ein gemeinsames Bildungsangebot entsteht, das in seiner Reichweite einmalig ist. Der ‚Tag in Potsdam‘ ist Herzstück und Schlüsselmodul in der kulturellen Bildungsarbeit der SPSG. Geschichte und die Vielfalt kulturellen Erbes bilden die Grundlage für den Zusammenhalt in unserer Gesellschaft – und gerade deswegen und gerade heute ist kulturelle Bildung der Schlüssel für unser Zusammenleben.“

Dr. Kurt Winkler, Geschäftsführer der Brandenburgischen Gesellschaft für Kultur und Geschichte gGmbH und Direktor des HBPG: „Mit der Neukonzeption des Programms geht das HBPG auch museumspädagogisch neue Wege: Erstmals wurde eine Ausstellung für die Bedürfnisse von Schulklassen maßgeschneidert. Die begeisterte Reaktion auf den Probelauf zeigte, dass wir mit diesem Angebot bei Schülern und Lehrern genau ins Schwarze getroffen haben.“