Achtung: kurzfristige Themen-Änderung! | Wiedergefunden: Die letzte SED-Ausstellung in Moskau 1989

20.03.2019 , 18:00 Uhr HBPGVortrag / Gespräch

Ort: HBPG , Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte, Kutschstall, Am Neuen Markt 9, 14467 Potsdam | Infotelefon: 0331.62085-50

Vortrag / Hintergründe der kommenden Ausstellung "Fundstücke aus Brandenburg 1989"

Thomas Wernicke, wissenschaftlicher Ausstellungsleiter des Hauses der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte

2016 stolperten HBPG-Mitarbeiter in einem Museumsdepot im Oderbruch über großformatige Ausstellungstafeln mit Berlin-Fotos und russischer Beschriftung. Ein Fund, der Rätsel aufgab: wo kamen sie her, und wozu dienten sie einst? Es folgten akribische, fast kriminalistische Recherchen, die bis in Moskauer Archive führten. Zutage kam: die Tafeln gehörten zur letzten und vermutlich größten „Leistungsschau“ der sozialistischen DDR-Hauptstadt, ausgerichtet vom Ost-Berliner Magistrat und der SED-Bezirksleitung auf dem Allunions-Messegelände in Moskau. Hinter der letzten offiziellen Auslandspräsentation der DDR in der UdSSR stand durchaus Kalkül: Vor dem Hintergrund der von Auflösungserscheinungen und Mangelwirtschaft geprägten sowjetischen Gesellschaft und Gorbatschows Politik von Perestroika und Glasnost trumpfte die reformfeindliche SED-Führung hier noch einmal mit den Erfolgen „ihrer“ Wirtschafts- und Sozialpolitik auf.
Von der einstigen Ausstellung mit Messecharakter haben sich wahrscheinlich nur diese wenigen Tafeln erhalten.

Thomas Wernicke berichtet von seiner spannenden Spuren- und Zeitzeugensuche zu dieser „Leistungsschau“, davon, welche Resonanz sie in Moskau fand und weshalb nach 30 Jahren noch Reste von ihr erhalten sind.

Eine Veranstaltung der Studiengemeinschaft Sanssouci e. V. - Verein für Kultur und Geschichte Potsdams

Eintritt frei