Erinnerungskultur im Wandel

25.08.2021 , 18:30 Uhr BRUCHSTÜCKE '45HBPGVortrag / Gespräch

Eine Veranstaltung in der Reihe „Debatte Brandenburg“ der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten

Gedenkstätten stehen derzeit unter Veränderungsdruck. Die Erlebensgeneration verschwindet. Authentische Orte konkurrieren mit digitaler Vermittlung. Und Zugewanderte fragen: was hat das mit mir zu tun?
Es ist eine Vielfalt an Themen, die derzeit die Gedenkstättenarbeit umtreibt. Dokumente und archäologische Grabungen bringen immer wieder neue Erkenntnisse. Der Blick auf Details lässt widersprüchlichen Erzählungen Raum. Da ist aber auch der Wunsch der Öffentlichkeit nach Unterstützung bei der Abwehr heutiger demokratiefeindlicher Tendenzen. Es gilt, eine Balance zu finden zwischen wissenschaftlicher Forschung und pädagogischer Ausrichtung.

Wo steht die Gedenkstättenlandschaft in Brandenburg heute? Wie gelingt eine kritische Beschäftigung mit der Vergangenheit, und was braucht das Erinnern in einer von Digitalisierung und tiefgreifenden Veränderungen geprägten Gegenwart? Welche Erinnerungsarbeit ist produktiv, wo droht Erstarrung? Und welche Rolle spielt dabei bürgerschaftliches Engagement? 

Diskussionsteilnehmer

Dr. Axel Drecoll, Direktor der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten;
Dr. Kurt Winkler, Direktor des Hauses der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte;
Bettina Loppe, Projektleitung des Site Specific Augmented Storytelling Lab, das narrative Möglichkeiten von interaktiven digitalen Technologien, insbesondere Augmented und Extended Reality, für Museen auslotet;
Rainer Bauer, Mitbegründer der AG „Verlorener Transport“ in Bad Liebenwerda, die sich mit der Geschichte des letzten Evakuierungszuges jüdischer Geiseln aus dem KZ Bergen-Belsen beschäftigt.
Per Leo, Historiker und Schriftsteller, hat sich in mehreren Büchern mit der Geschichte und dem Nachleben des Nationalsozialismus auseinandergesetzt.

Moderation

Harald Asel, Redakteur, Autor und Moderator der Sendung „Das Forum“ beim Inforadio des rbb

Eintritt: 3 €

Die Veranstaltung findet vor Ort im HBPG statt.
Auf Grund begrenzter Raumkapazitäten bitten wir um Anmeldungper E-Mail an: kontakt[at]gesellschaft-kultur-geschichte.de oder telefonisch unter: 0331 620 85-50.

Die Diskussion wird aufgezeichnet und im Inforadio ausgestrahlt.