»Gebrauchsanweisung für Potsdam und Brandenburg« | Antje Rávik Strubel im Gespräch mit Tilman Krause

30.10.2019 , 19:00 Uhr HBPGVortrag / Gespräch

Ort: HBPG , Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte, Kutschstall, Am Neuen Markt 9, 14467 Potsdam | Infotelefon: 0331.62085-50

Literaturgespräch in der Reihe »Schloss Wiepersdorf trifft Fontane«

„Sich kurz zu fassen, ist eines der wesentlichen Prinzipien eines brandenburgischen Gesprächs […] Nur ein Zugereister kann auf den nutzlosen Gedanken kommen, alles auszudiskutieren.“ Die in Potsdam lebende Antje Rávik Strubel, im Jahr 2000 Stipendiatin in Wiepersdorf, nimmt in ihrer Gebrauchsanweisung mit Zeilen wie diesen Brandenburg ironisch und liebevoll in Augenschein.

Tilman Krause, leitender Feuilleton-Redakteur der Tageszeitung Die Welt, kommentierte die Veröffentlichung im Jahr 2012 mit folgenden Worten: „Vergesst Fontanes Wanderungen. Jetzt führt Antje Rávik Strubel durch die Mark Brandenburg.“ Antje Rávik Strubel und Tilman Krause sprechen über das Originalrezept vom Fürst-Pückler-Eis, Thermalbäder in Brandenburg und den „Pflichtteil des Glücks“.

Eintritt: 3 Euro

 

VERANSTALTUNGSREIHE SCHLOSS WIEPERSDORF TRIFFT FONTANE

Schloss Wiepersdorf, ca. 80 km südlich von Berlin gelegen, wird 2020 mit einem internationalen und interdisziplinären Residenzprogramm wiedereröffnet. Unter der zukünftigen Trägerschaft einer Stiftung des Landes Brandenburg soll das Programm der Pflege von Kunst, Kultur und Wissenschaft dienen.

Bereits seit der Zeit der Romantik steht Schloss Wiepersdorf für den künstlerischen und intellektuellen Austausch. Hier lebte ab 1814 das Dichterpaar Bettina und Achim von Arnim und pflegte engen Kontakt zu Geistesgrößen seiner Zeit. Fontane, der den Ort nie besucht hat, verfasste nach einer Lesung aus Bettina von Arnims Königsbuch das Gedicht „An Bettina“.

Ab 1947 diente das Schloss als Arbeits- und Erholungsstätte für Schriftsteller/innen wie Anna Seghers, Christa Wolf, Peter Hacks und Sarah Kirsch. Nach Umbau und Sanierung wurde es von 1992 bis 2018 von der Stiftung Kulturfonds, später von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, als Künstlerhaus Schloss Wiepersdorf mit einem Stipendienprogramm für Künstler und Intellektuelle aus dem In- und Ausland verwaltet.

Zu den Stipendiaten zählten auch Thomas Hettche, Martin Mosebach und Antje Rávik Strubel, in deren Werken Fontanes Spuren unübersehbar sind. Im Gespräch mit den Literaturkritikern Jens Bisky, Denis Scheck und Tilman Krause lassen sie diese Spuren sichtbar werden.

Die Reihe Schloss Wiepersdorf trifft Fontane ist eine Kooperation der Brandenburgischen Gesellschaft für Kultur und Geschichte gGmbH mit der Kulturstiftung Schloss Wiepersdorf i. G..

Schloss Wiepersdorf, Foto und ©: DSDM - L. Preiss

Antje Rávik Strubel, Foto und ©: Zaia Alexander

Tilman Krause, Foto und ©: Claudius Pflug