Der Kutschpferdestall und der Neue Markt. Von der „Kurfürstlichen Freiheit“, dem königlichen Hof und den Bürgerhäusern bis zur Gegenwart

25.04.2018 , 18:00 Uhr Vortrag / Gespräch Führung / Besichtigung HBPG

Ort: HBPG , Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte, Kutschstall, Am Neuen Markt 9, 14467 Potsdam | Infotelefon: 0331.62085-50

Kurzvortrag/Führung im Rahmen des Themenjahres der Landeshauptstadt Potsdam „1000 Jahre und ein Vierteljahrhundert – 1025 Jahre Potsdam“

Thomas Wernicke, Historiker und Ausstellungsleiter des HBPG

Die historische Mitte Potsdams ist nicht nur durch seine originalen, erhalten gebliebenen Gebäude geschichtsträchtig, sondern auch mit vielen Geschichten verbunden.
Das Haus Am Neuen Markt 1 mit dem benachbarten Eckhaus diente dem späteren König Friedrich Wilhelm II. als „Kronprinzenpalais“, hier lernte er die bürgerliche Wilhelmine Enke (später: Gräfin Lichtenau) kennen, hier wurde der Thronfolger Friedrich Wilhelm III. geboren, und dieses Haus gilt auch als Geburtsort Wilhelm von Humboldts. Der heute denkmalgeschützte Kutschpferdestall Am Neuen Markt 9 trägt einen außergewöhnlichen, profanen Skulpturenschmuck: Die Quadriga über dem Portal wird gelenkt vom sagenumwobenen, volkstümlichen Leibkutscher König Friedrich II., Johann Georg Pfund, flankiert von gewöhnlichen Stallburschen mit typischen Arbeitsgeräten in den Händen. Am Neuen Markt 2 wohnte der Hofzimmermeister Johann Georg Brendel, Am Neuen Markt 6 war zwischen 1926 und 1934 der Standort des Potsdamer Stadtmuseums, und Am Neuen Markt 8 das Haus des bekannten Potsdamer Verlegers Werner E. Stichnote, der Anfang 1945 dem Verleger Peter Suhrkamp Unterschlupf nach dessen Entlassung aus dem KZ Sachsenhausen bot. Auch zur ehemaligen Zollwaage mitten auf dem Neuen Markt und anderen Häusern in der Umgebung ist etwas zu erfahren.

Eintritt: 5 Euro, erm. 3 Euro
Treffpunkt: Foyer des HBPG