Preußische Denkmalpflege im Kaiserreich. Die Provinz Brandenburg und Berlin 1860‒1918

28.11.2019 , 18:00 Uhr HBPGVortrag / Gespräch

Ort: HBPG , Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte, Kutschstall, Am Neuen Markt 9, 14467 Potsdam | Infotelefon: 0331.62085-50

Vortrag und Buchvorstellung

Dr. Andreas Meinecke

Im Deutschen Kaiserreich wurde der Denkmalschutz zu einer Aufgabe des Staates. Der Vortrag stellt den Beitrag der Provinz Brandenburg und der Reichsmetropole Berlin dafür dar.
Er präsentiert zudem anhand der Auswertung umfangreicher Archivquellen und originaler Baubefunde eine nach Regierungsbezirken aufgeschlüsselte Gesamtdarstellung der wichtigsten Denkmalpflegefälle. Darunter sind mittelalterliche Stadt-, Dorf- und Klosterkirchen, Stadtmauern und Stadttore, Kommunalbauten, barocke Palais und Schmuckplätze sowie Restaurierungen der noch jungen Schöpfungen Schinkels und seiner Schule.
Der Vortrag wirft auch einen Blick auf die sich damals ausdifferenzierenden Denkmaltheorien. Die Forschungsergebnisse von Andreas Meinecke zur Denkmalpflege im Deutschen Kaiserreich brachten verblüffende Parallelen zum heutigen Denkmalstreit zutage.
Dr. Andreas Meinecke stammt aus Potsdam und ist Kunsthistoriker und Denkmalpfleger. Er studierte Kunstgeschichte, Geschichte und Philosophie in Greifswald und Leipzig. Von 2013 bis 2018 war er der wissenschaftliche Bearbeiter des DFG-Projekts zur Preußischen Denkmalpflege im Kaiserreich an der TU Berlin. Er forscht und publiziert zur preußischen Architekturgeschichte des 19. Jahrhunderts und zur Geschichte der Denkmalpflege.

Dr. Andreas Meinecke: Preußische Denkmalpflege im Kaiserreich. Die Provinz Brandenburg und Berlin 1860–1918, Hrsg. von Adrian von Buttlar, Gebr. Mann Verlag, Berlin, 2018, 588 S. m. 44 Farb- u. 298 sw-Abb.,
24 x 30 cm, Hardcover, 99 Euro

Eintritt: 3 Euro

Rathaus Königsberg (Neumark) Chojna, Rathaus, Westgiebel mit alten Rosetten und Wimpergen, vor 1883