Ein Tag in Potsdam – Geschichte erleben

Auf den Spuren der Migranten in der brandenburgisch-preußischen Geschichte

Bildungsangebot für Klassenstufen 4 bis 13

Über das Projekt

Das außerschulische Bildungsangebot „Ein Tag in Potsdam – Geschichte erleben“ ist ein gemeinsames Projekt des Hauses der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte (HBPG), der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg und der Ostdeutschen Sparkassenstiftung*.

Es gibt Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, sich bei einem Projekttag in Potsdam zentrale Aspekte der brandenburgisch-preußischen Geschichte auf anschauliche und interaktive Weise zu erschließen.

Die Resonanz auf dieses Angebot ist ungebrochen. Fast 70.000 Schülerinnen und Schüler nahmen daran seit dem Start 2006 teil. „Ein Tag in Potsdam – Geschichte erleben“ gilt inzwischen als eines der erfolgreichsten Beispiele der Kooperation von Schulen und Museen in Deutschland.

* „Kulturelle und historische Bildung sind grundlegend für unsere gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklung. Deshalb unterstützt die Ostdeutsche Sparkassenstiftung das Projekt "Ein Tag in Potsdam – Geschichte erleben" als nachhaltige und zukunftsweisende Investition in die Bildung junger Menschen."

Nach der Schließung der ständigen Ausstellung des HBPG „Land und Leute. Geschichten aus Brandenburg-Preußen“ im Juli 2018 wird das außerschulische Bildungsangebot „Ein Tag in Potsdam – Geschichte erleben“ mit neuer inhaltlicher Ausrichtung fortgesetzt. Ab dem Schuljahr 2018/19 heißt das Tagesprogramm „Auf den Spuren der Migranten in der brandenburgisch-preußischen Geschichte“. Exklusiv dafür hat das HBPG eine gleichnamige Ausstellung mit einem einführenden Animationsfilm, einzigartigen Exponaten, interaktiven Zeitstrahlen und einer spiegelnden Brandenburg-Karte (lassen Sie sich überraschen) eingerichtet. Im Ausgangsbereich der Ausstellung können die Schülerinnen und Schüler ihre eigene familiäre Herkunft an einer großen Weltkarte markieren.

Programm

Am Vormittag erkunden die Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit Ausstellungsbegleitern in der Ausstellung im HBPG die brandenburgische Landesgeschichte von den Slawen bis zum Preußenkönig Friedrich dem Großen. Dabei wird deutlich, dass die Menschen, die über Jahrhunderte nach Brandenburg kamen, dazu beigetragen haben, dem Land sein unverwechselbares Gesicht zu geben. Aber was veranlasste sie, nach Brandenburg zu kommen? Wie lebten sie, und welche Spuren hinterließen sie? Beobachtend und fragend setzen sich die Schülerinnen und Schüler mit historischen Zeugnissen verschiedener Migrantengruppen auseinander: slawische Siedler, Eroberer, Botschafter des Christentums, jüdische und christliche Kaufleute, Glaubensflüchtlinge und Fachkräfte aus ganz Europa ebenso wie Soldaten aus ganz unterschiedlichen Ländern. Dabei lernen sie, Geschichte und Gegenwart zu verknüpfen, und üben, sich zeitlich und geographisch zu orientieren.

Im Anschluss an die Ausstellung geht es auf eine Stadtrallye durch die historische Mitte Potsdams. Ausgestattet mit Aufgaben in einer Geschichtstasche entdecken die Schülerinnen und Schüler selbstständig auf nicht einmal einem Quadratkilometer Spuren der Hugenotten, der Holländer und sogar der Slawen.

Auch die Mittagspause fügt sich thematisch in das Tagesprogramm ein, denn in der Gewölbehalle des Kutschpferdestalls erwartet die Schülerinnen und Schüler ein „Historisches Mittagsmahl“. Hier erfahren sie zunächst Wissenswertes über die Kartoffel in Preußen, dann wird ihnen an langen Tafeln bei Kerzenschein ein einfaches Essen serviert, das sich am Speiseplan von vor 250 Jahren orientiert.

Nach dem Mittagessen geht das Programm im Park Sanssouci weiter, wo es bei Führungen rund um die Weinbergterrassen und im Schloss Neue Kammern wieder um das Thema Migration geht. Nicht nur die Herrscherfamilie der Hohenzollern kam aus dem Süden Deutschlands in die Mark Brandenburg, auch viele bedeutende Künstler aus ganz Europa waren am preußischen Hof mit seinen Parks und Schlössern tätig. Sogar Pflanzen, die heute jeder kennt, wurden einst aus fernen Ländern nach Brandenburg eingeführt und galten als exotische Raritäten.

  • Die Führungen und die Stadtrallye sind auf die verschiedenen Jahrgangsstufen abgestimmt.
  • Das Tagesprogramm hat einen zeitlichen Rahmen von gut 5 Zeitstunden inklusive Pausen.

Konditionen

für Schülerinnen und Schüler aus dem Land Brandenburg

Für Schülerinnen und Schüler aus dem Land Brandenburg gewährt die Ostdeutsche Sparkassenstiftung einen finanziellen Zuschuss zu den Kosten der Anreise, zum Transfer innerhalb Potsdams sowie für die Bereitstellung einer Geschichtstasche pro Klasse und die Teilnahme am „Historischen Mittagessen“. Der Eigenanteil pro Schülerin/Schüler beträgt deshalb nur 7 €. Drei Begleitpersonen pro Klasse sind frei, für jede weitere Begleitperson betragen die Kosten 7 €.

für Schülerinnen und Schüler aus anderen Bundesländern

Für Gruppen bis maximal 25 Personen (inkl. maximal drei Begleitpersonen) ist ein Pauschalpreis von 180 € zu entrichten. Darin enthalten sind die Führungen und die Arbeitsmaterialien für die Stadtrallye. Auf Wunsch kann zusätzlich das „Historische Mittagessen für 2,50 € pro Person gebucht werden.
Die Anreise und der Transfer innerhalb Potsdams müssen selbst organisiert und bezahlt werden.

Wir empfehlen eine frühzeitige Buchung.
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Besucherservice HBPG

Buchung von Gruppenführungen und
Projektbüro „Ein Tag in Potsdam – Geschichte erleben“
Ina Plitta
besucherservice[at]gesellschaft-kultur-geschichte.de
Telefon: +49 331 62085-55
Fax +49 331 62085-65

Anmeldung

Und so haben Schülerinnen und Schüler den „Tag in Potsdam" in den letzten Jahren erlebt
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